Hundefutter für den eigenen Hund finden

Beim Hundefutter handelt es sich um eine speziell auf Hundebedürfnisse ausgerichtete und hergestellte Tiernahrung. In Deutschland wird überwiegend das industriell hergestellte Hundefutter verfüttert, die wenigsten Hundebesitzer bereiten Hundefutter selbst zu. Je nach Wassergehalt wird das Fertigfutter zwischen Feuchtfuttermittel, auch Nassfutter genannt, und Trockenfuttermitteln, meist nur Trockenfutter genannt, unterschieden. Das Hundefutter unterliegt in Deutschland, genau wie unsere Lebensmittel, dem Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch.

Die richtige Zusammensetzung des Hundefutters

Die Futtermittelzusammensetzung muss auf jedem industriell hergestellten Hundefutter abgedruckt sein. Hundefutter enthält die verschiedensten Nährstoffe. Hierzu zählen Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Wasser, Mineralstoffe und einige Zusatzstoffe wie Vitamine und Antioxidanzien. Der Nährstoffgehalt gilt als Hauptkriterium für die Beurteilung des Hundefutters. Auch die Verdaulichkeit des Hundefutters ist von großer Bedeutung. Dies wird meist durch Fütterungsversuche untersucht. Die Verdaulichkeit hängt besonders von der Wahl des Futters und der Verarbeitung ab, ist aber auch von der Hunderasse abhängig, da es anatomische Unterschiede gibt.

Vom Raubtier zum Allesfresser

Der Hund gehört, wie der Wolf, von dem er ja abstammt, zur Ordnung der Raubtiere. Aber auch ein Raubtier ernährt sich nicht nur von Fleisch, sondern frisst auch pflanzliches Material. Das Verdauungssystem ist in der Lage, sich verschiedenen Futterarten anzupassen. Durch die Nähe zum Menschen hat der Hund sich beinahe zum Allesfresser entwickelt und sich an die Nahrung des Menschen angepasst. Der Hund hat, je nach Alter, unterschiedliche Anforderungen an das Hundefutter. Im Handel gibt es daher ein breit gefächertes Angebot in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen. So beginnt es beim Welpenfutter, weiter über Junior- und Erwachsenenfutter, bis hin zu Futter für ältere Hunde.

Jeder Hund hat andere Bedürfnisse beim Hundefutter

Auf dem Hundefutter gibt es jeweils eine Tabelle, die angibt, wie viel der Hund bei einem bestimmten Gewicht beziehungsweise bei einer bestimmten Größe fressen sollte. Neben dem Alter des Hundes muss aber auch die Aktivität des Hundes beachtet werden, wenn das Hundefutter ausgewählt wird. Dazu zählt zum Beispiel, ob es sich um einen Zuchthund handelt, um einen Gebrauchs- und Sporthund oder sogar um einen Schlittenhund. Auch trächtige Hündinnen haben einen anderen Bedarf. Weiterhin spielen hier auch wieder die verschiedenen Hunderassen eine große Rolle. Das Hundefutter kann auf besondere Bedürfnisse bestimmter Hundegrößen abgestimmt sein. Außerdem gibt es spezielle Hundefuttersorten, die für kleine, mittlere oder große Hunde Rassen bestimmt sind.

Mittlerweile werden sogar Hundefutterarten hergestellt, die speziell auf eine bestimmte Rasse abgestimmt sind. Diese neigen meist zu bestimmten Erkrankungen und diesen kann mit einer entsprechenden Ernährung vorgebeugt werden. Hierzu zählen zum Beispiel der Deutsche Schäferhund, der Golden Retriever und der Jack Russell Terrier. Ist ein Hund krank, dann gibt es häufig auch Probleme mit dem Stoffwechsel des gesamten Hundes oder einzelner Organe. Auch Fettleibigkeit wird bei einigen Hunden immer mehr zum Problem. Die Ursachen hierbei liegen in einer so genannten Fehlfütterung. Liegt eine solche Fehlfütterung vor, muss der Hund auf Diät gesetzt werden. So können zum Beispiel der Fettleibigkeit, Leber- und Nierenerkrankungen und auch Harnsteinen entgegengewirkt werden. Hierfür gibt es spezielles Hundediätfutter und diverse Nahrungsergänzungsmittel für Hunde.

Allergien stellen eine Herrausforderung dar

Wie beim Menschen auch, gibt es Hunde, die Allergien haben. Diese können mit so genanntem hypoallergenen Futterarten gefüttert werden. Weiterhin kann man die Hunde ohne weiteres mit rohem Futter versorgen. Hier wird rohes Fleisch, Knochen und rohes Gemüse in einer selbst zusammengestellten Ration zubereitet und gefüttert. Hierbei muss allerdings darauf geachtet werden, dass der Hund auch alle Nährstoffe erhält, die er benötigt. Auch gibt es Menschen, die ihre Hunde vollkommen vegetarisch ernähren. Hierbei werden Fleisch und Fisch bei der Fütterung durch pflanzliche Produkte wie zum Beispiel Soja ersetzt. Ein Grund für diese Fütterungsart kann zum Beispiel sein, dass der Besitzer selbst überzeugter Vegetarier ist.Auch hier muss auf die richtige Zusammensetzung des Futters geachtet werden.